Energy Sharing – eine coole Idee!

5. Mai 2026 0 Von Klimabuendnis

Einfach selbst erzeugten Strom mit Nachbarn teilen…

…bevor ich selbst erzeugten Strom ins große Netz einspeise – klingt doch gut.

Schon länger gibt es diese Idee. Schon vor Jahren hat die EU dazu eine Richtlinie verabschiedet. Über die Umsetzung in deutsches Recht wird seit Jahren gestritten und die Umsetzung hinkt ziemlich hinterher.

Genauer betrachtet ist es auch nicht so einfach. Denn wie soll der Nachbar den Strom von mir bekommen? Wenn ich nicht eine extra Leitung durch die Wand oder durch den Zaun lege, dann geht das ja nur über das Stromnetz. Und dann werden Netzentgelte fällig und dann wird’s schon kompliziert und bürokratisch. Aber der Strom fließt doch nur ein paar Meter und nicht über viele Kilometer über die großen Stromnetze? Aber, sagt die Bundesnetzagentur, beim Fließen des Stroms kommt es nicht auf die Entfernung an, sondern auf den Zeitpunkt. Es gibt Zeitpunkte, in denen zu viel Strom im Netz ist und andere Zeitpunkte, an denen zu wenig im Netz ist. Die Entfernung spielt da keine Rolle. Weswegen es sachlich gerechtfertigt ist, Netzgebühren zu erheben, sagt die Bundesnetzagentur.

Aber stimmt das so?

Es gibt nun einen Stromanbieter – „WeShare Energy“ – der hat mit der Energiegenossenschaft Darmstadt, der Energiegenossenschaft Groß-Umstadt und der Bürgerenergie im Landkreis Aschaffenburg e.G. die „HEINERGY Stromcommunity“ gegründet und damit ein praktisches Modell ins Leben gerufen, wie man elektrische Energie teilen kann.

Wie das genauer funktioniert und für wen das interessant sein könnte, darüber wird Nikos Vormwald von der Energiegenossenschaft Darmstadt berichten.

Das Klimabündnis Bergstraße lädt zu einer Online-Veranstaltung am Donnerstag, 28. Mai um 19.30 Uhr zu diesem Thema ein.

Interessierte sind willkommen! Zugangsdaten sind erhältlich bei info@klimabuendnis-bergstrasse.de